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„Folge dem weißen Kaninchen“ … zur C.A.R.

Manchmal bin ich der Partykapitän … Wobei die Definition von „Party“ nicht unbedingt der landläufigen Definition entspricht; meistens geht’s bei uns um Kunst. Und in dieser Funktion organisiere ich dann auf merkwürdigen Wegen Zugänge zu lustigen Veranstaltungen.
So verhalf mir meine ungeschlagene Recherchefähigkeit zu V.I.P.-Tickets für die Vernissage der C.A.R. (contemporary art ruhr) letztes Wochenende auf Zollverein inkl. Katalog! Und da ich ja momentan (wie hier schon berichtet) kaum aus meinen kleinen roten Augen blicken kann, war das Motto für Sven an diesem Abend klar: … „follow the white rabbit“.

Die C.A.R. findet seit 2006 zweimal im Jahr statt: einmal im Frühjahr als Medienkunstmesse und im Herbst als „innovative Kunstmesse“, wie sie sich selbst bezeichnet. Letztes Wochenende also Medienkunstmesse; bisher war ich immer nur bei der Herbstausgabe. Und weil die immer im SANAA-Gebäude und drumherum stattfindet, standen wir am Freitag zunächst ziemlich verloren auf dem Zollvereingelände rum. Keiner da. Erst nach einem kurzen Telefonat war klar: Wir müssen zur Mischanlage.

Die Mischanlage als Veranstaltungsort war mir noch neu, deswegen war ich an dem Abend wohl auch mehr von den Räumlichkeiten als von den Kunstwerken beeindruckt. Denn nach dem Treppenaufgang in die Trichterebene (noch hell erleuchtet) folgt eine Treppe in die sogenannte Bunkerebene. In dieser stand ich plötzlich im Dunkeln. Alles wummerte und dröhnte, ich schwankte oder war’s die Treppe? Vielleicht lag’s auch am Sekt, den ich gerade getrunken hatte, jedenfalls musste ich die Treppe weiter hinauf. Ob der TÜV sowas genehmigt?

Für einen kurzen Moment erinnerte ich mich an „END“ von Gregor Schneider, das ich 2008 in Mönchengladbach  besucht hatte. Dort hatte ich mich in einen riesigen schwarzen Schlund getraut, der absolut nicht ein winziges bisschen Licht herein ließ und mich in völliger Dunkelheit in einen Keller mit Räumen aus dem „Toten Haus u r“ führte … übrigens war ich dabei auch noch allein, denn es wurde immer nur eine Person einzeln hineingelassen. Das Ganze war eine solch einschneidende Erfahrung, dass ich mich noch heute darüber wundere, das freiwillig gemacht zu haben.
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Zurück zur C.A.R.: Auch wenn es nicht so dunkel war wie bei END, sind die Treppen in der Bunkerebene im Dunkeln etwas unheimlich. Die riesigen Trichter öffnen sich überall nach unten und man kann gar nicht anders, als ständig hineinzublicken, Fotos zu machen und eine gehörige Portion Respekt zu empfinden vor diesem Ort und den Menschen, die hier früher gearbeitet haben.

Ganz oben angekommen, gab der Ruhrpott nochmal alles und belohnte uns mit einem fantastischen Sonnenuntergang.

Ach ja, wir waren ja eigentlich wegen der Kunst hier. Also wieder runter in die Trichterebene.

Die Entdeckungen des Abends (neben allen anderen guten Künstlern) waren:

Und weil Selbermachen natürlich am meisten Spaß macht, habe mich nicht lumpen lassen und bei Steffen Hartwig einen ganzen Euro investiert: „Der Zeichner“  ist eine Maschine, die verschiedene mathematische Graphen zeichnet. Der Betrachter kann den Weg des Stiftes durch den eigenen elektrischen Widerstand beeinflussen und somit sein ganz eigenes und einzigartiges Kunstwerk erschaffen. Tadaaa:

Und was machen wir morgen?

Dem Pott seine Blogowskis

Profil beim Teufel

Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Ich bin bei Facebook angekommen! Wer hätte das gedacht? Bis vorgestern  noch unvorstellbar. Allen Freunden zum Trotze hatte ich mich dieser Datenkrake bisher erfolgreich verweigert, irgendwann hat mir diese Verweigerung dann so viel Spaß gemacht, dass es mehr ein Kokettieren damit war … und vermisst habe ich eigentlich auch nichts. Und nun? Nu isses doch passiert.

Zu meiner Entschuldigung muss ich anführen, dass es einen Grund dafür gibt und der nennt sich „Blogowski“. Initiiert von der lieben Juli von heimatPOTTenial hat sich ein Stammtisch Ruhrpöttlerischer Blogschreiberinnen gebildet – und weil Stammtisch doof klingt, heißt der eben Blogowski. Die Mädels haben alle ganz tolle Blogs und ich hab den Finger gehoben und „hier“ gerufen, weil ich auch gerne dabei sein wollte. Das erste Treffen fand auch schon statt, leider konnte ich nicht teilnehmen, schnüff.

Und da die ganze Planung, Besprechung und alles andere eben über fb läuft, bin ich nun doch endlich beigetreten. Ich konnte dem Charme der Blogowskis einfach nicht widerstehen. Das nächste Treffen steht auch schon bald an, ich habe Zeit und werde dabei sein und freu mich wie Bolle drauf. Und mal ganz davon abgesehen, dass ich (wie befürchtet) nun noch mehr am Rechner hänge, find ich die Blogowski-Gruppe und -Truppe super!

Deshalb gibt es hier in loser Reihenfolge die Links von allen (die irgendwann auch noch fest im Blog installiert werden, aber das muss jetzt grad noch warten):

Ihr Lieben, ich hoffe, ich habe niemanden vergessen und alles richtig geschrieben. Beschwerden bitte per fb oder hier als Kommentar.

Fünfte Jahreszeit: Sommerbst

Man kommt ja heuer nicht darum herum, auch mal über das Wetter zu schreiben: Wo wir doch letztes Jahr um diese Zeit schon den ersten Schnee im Lande zu verzeichnen hatten, können wir uns dieser Tage noch bei fast 20 ° an dem schönen Herbstlaub erfreuen.

Deshalb finde ich, dass das aktuelle Wetter mit einem eigenen Namen gewürdigt werden sollte, das ich seit einigen Tagen konsequent (und ab sofort auch öffentlich) verwende: Sommerbst.

Ich bitte hiermit darum, den „Sommerbst“ in Kalender und Duden offiziell aufzunehmen!

Übrigens: Das sind alles Bilder aus dem Ruhrpott! Wer hätte das gedacht, nicht wahr?