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Unser neuer Mitbewohner – und:
Wie ich einmal keinen Haselnuss-Schoko-Aufstrich selber machte

Seit ungefähr zwei Wochen haben wir einen neuen Mitbewohner, von dem ich schon längst berichten wollte: einen Super-duper-mega-Mixer, auch Blender genannt, der beinahe mehr PS hat als mein armes kleines Auto. (Wer es genau wissen will: Es ist ein Omniblend.)
Dieses Hightech-Gerät ziert nun also unsere Küche und zaubert uns die absolut cremigsten Smoothies. Wir sind sehr begeistert. Bisher haben wir zunächst die ungefährlichen Smoothie-Varianten ausprobiert, in denen man geschmacklich recht neutralen Feldsalat mit Obst mixt. (Man muss ja vorsichtig anfangen.) Meistens wandert einfach das hinein, was gerade so da ist.

Standardmäßig sieht unser momentanes Rezept für zwei große Gläser (und noch ein wenig mehr) folgendermaßen aus:

  • eine gute Handvoll Feldsalat (für’s gesunde Blattgrün)
  • ein Viertel Avocado (für schöne Cremigkeit)
  • eine Banane
  • eine Birne oder ein Apfel
  • eine Orange oder mehrere Mandarinen
  • ca. 300 ml Wasser
    außerdem haben wir noch dazu gegeben:
  • etwas Petersilie
  • ein schönes Stück Ingwer (aber Vorsicht: das kann ganz schön scharf werden)
  • TK-Erdbeeren
  • bisschen Fenchel

Das Ganze wird dann 90 Sekunden lang „volle Power“ cremig gemixt. Und wenn ich „volle Power“ sage, dann meine ich auch „volle Power“! Bei 3 PS muss man schon aufpassen, dass man nicht abhebt. Übrigens auch ein schöner Spaß für technikbegeisterte, aber küchenunbegeisterte Männer, ähem, Menschen.
Heraus kommt am Ende ein schöner grüner, sehr cremiger Smoothie, der (wenn er ohne Eis oder TK-Obst gemixt wird) leicht angewärmt ist, was ich zu dieser Jahreszeit richtig gut finde. Ich hätte ehrlich nicht gedacht, dass mir das so gut schmecken würde.

Das ganze Internet ist ja inzwischen voll von grünen Smoothies, sodass man nicht umhin kommt, sich damit auseinanderzusetzen, wenn man sich gesünder ernähren will. Und da ich mir unsere gesündere Ernährung inzwischen auf die Fahne geschrieben habe, war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis wir auch bei Smoothies landeten.

Nun wollte ich hier aber nicht einfach nur ein Foto eines grünen Smooties posten, denn, naja, das ganze Internet ist eben voll davon. Und so dachte ich mir, ich könnte ja auch gleich mit einem Kracher starten, denn mit so einem Blender kann man ja noch ganz andere tolle Dinge zaubern, z.B.: Mandelmilch, Nussmus etc. Deshalb hieß mein Auftrag: selbstgemachtes Nutella, also Haselnuss-Schoko-Aufstrich.

Nun, was soll ich sagen, das hat leider nicht geklappt. Anstelle eines cremigen Nuss-Schoko-Aufstrichs kam eine bröselige, fast harte Masse heraus. Allerdings ist das nicht die Schuld des Küchengerätes, sondern der „Köchin“. Wo genau der Fehler liegt, weiß ich noch nicht so richtig, aber ich bleibe dran. Hier folgt nun also die Geschichte über eine bröselige, fast harte braune Schoko-Haselnuss-Masse, mit der man nicht so richtig viel anfangen kann, in Bildern:

200 g Haselnüsse rösten

Man nehme: 200 g Haselnüsse und röste diese ca. 10 Minuten im Ofen.

Haselnüsse im Küchenhandtuch ruhen lassen, anschließend reiben

Nach dem Rösten packt man die Haselnüsse in ein Küchentuch und lässt sie etwas ruhen. Anschließend muss man sie kräftig hin und her reiben, damit sich die Schale löst.

Haselnüsse ohne Schale (naja, fast)

Wenn man keine Lust mehr hat, kräftig hin und her zu reiben, dann kann man – wie ich – die restliche Schale einfach dranlassen.

Haselnüsse im Mixer

Zu Beginn darf man immer nur kurz mixen und muss dann mit dem Stößel die Masse immer wieder nach unten schieben.

Haselnüsse im Mixer

So geht das dann eine ganze Weile weiter. Immer wenn die Messer vom Mixer ins Leere laufen, muss man die Masse zurückschieben. Dafür fand ich den Stößel etwas dick und bin auf den Stiel eines Kochlöffels umgestiegen.

Haselnussmuss

Wenn man genug Ausdauer hat, wird irgendwann ein Mus daraus und schließlich tritt das Öl der Nüsse zutage. Soweit so gut. Bis hierher hat alles super geklappt.

Wenn man nun im Anschluss an das letzte Bild eine bröselige, fast harte Masse herstellen möchte, dann befolge man meine folgenden Schritte:

  • Ein bis zwei Esslöffel gutes Kakaopulver sowie Honig oder Agavendicksaft hinzufügen.
  • Mixen.
  • Feststellen, dass das Kakaopulver das Ganze nun ganz schön trocken macht.
  • Sich fragen, was man dagegen tun kann.
  • Ein klein wenig Kokosöl untermixen.
  • Feststellen, dass das nicht hilft.
  • Einfach fleißig weitermixen, da dann ja vermutlich weiter das Öl der Nüsse aktiviert wird.
  • Feststellen, dass das nicht hilft.
  • Masse probieren und aus einem unerfindlichen Grund auf die Idee kommen, dass ein Päckchen Vanillezucker sicher nicht schaden kann.
  • Mixen.
  • Sich fragen, wie man diese Masse denn nun geschmeidig bekommt.
  • Sich erinnern dass in diversen Rezepten weiteres Öl hinzugegeben wird, ergo: weiteres Kokosöl hinzugeben.
  • Mixen und keine Änderung feststellen.
  • Sich erinnern, dass in einem Rezept die Rede von einem Schuss Milch war.
  • Milch untermixen und feststellen dass alles nur noch schlimmer wird.
  • Kombinieren, dass die kalte Milch nun sicherlich das Kokosöl hat fest werden lassen und das Ganze kurz auf dem Herd warm machen.
  • Keinerlei Änderung feststellen.
  • Nochmal Mixen.

Mittagessen kochen.