Kategorie-Archiv: Tipps

Backstage bei „Elisabeth – die wahre Geschichte der Sissi“

Bühnenbild Wer mich kennt, wird sich verwundert die Augen reiben (bzw. die Ohren), wenn er hört, dass ich vor Kurzem ein Musical besucht habe. Denn eigentlich ist Musical nicht mein Metier. Normalerweise bin ich in der bildenden Kunst zu Hause; und wenn es dann doch mal die darstellende Kunst sein soll, dann gehe ich ins Theater – oder auch mal in die Oper. Und jetzt das: Musical!

Meine Erfahrungen mit Musicals beschränkten sich bisher auf lediglich zwei Besuche: Les Misérables vor einer gefühlten Ewigkeit in Duisburg und Gaudí in Köln. Ersteres habe ich in ganz guter Erinnerung, zweiteres fand ich schrecklich – fifty-fifty also. Deshalb war es durchaus an der Zeit, mir eine neue Meinung über Musicals zu bilden. Auslöser: eine Einladung von livekritik.de und Semmel Concerts zu einem Social-Media-Event zum Musical „Elisabeth – die wahre Geschichte der Sissi“ im Colosseum Theater in Essen. Das Spannende daran: Es stand nicht nur der Besuch des Musicals auf dem Programm, sondern außerdem noch eine Backstageführung sowie ein Meet & Greet mit den Hauptdarstellern! Das nenne ich mal eine ganz schön tolle Gelegenheit, um hinter die Kulissen zu schauen.

Und so kam es dann auch: Während der Backstageführung durften wir auf und hinter die Bühne, wild fotografieren, alle möglichen Fragen stellen und alles genau inspizieren. Dabei erhielten wir wirklich spannende Einblicke in die Produktion des erfolgreichsten deutschsprachigen Musicals. „Elisabeth“ ist ein Tour-Musical, das um die Welt reist: Shanghai – Essen – München …
15 Lkw sind erforderlich, um die komplette Produktion durch die Welt zu transportieren. Die ganze Bühne ist quasi ein Kasten, der auf die eigentliche Bühne des Colosseums draufgebaut ist. Überhaupt die Bühne: Es ist eine Drehbühne, die über sich gegenläufig drehende Scheiben verfügt und so eine starke Dynamik in das Stück bringt. Ich weiß das so genau, weil wir eine Runde damit fahren durften!

Blogger auf der Drehbühne

Wir entern die Drehbühne

Drehbühne von hinten

Die Bühne von hinten

Von der Bühne aus gelangt man in die Blackboxes, in denen die Darsteller sich binnen Sekunden umziehen müssen. Hier liegen alle Requisiten und Kostüme schon so bereit, dass sie während der Show so schnell wie möglich gegriffen bzw. angezogen werden können. Der schnellste Umzug von Elisabeth muss in unter 40 Sekunden stattfinden. In dieser Zeit muss sie nicht nur ein anderes Kleid anziehen, sondern auch ihre aufwendige Perücke wechseln. Was für ein nervenaufreibender Job.

Lebkuchenherz backstageGeldscheine backstage

Zwischen dieser Führung und der eigentlichen Aufführung hatten wir dann in einem eigens für uns vorbereiteten Raum die Gelegenheit, fleißig zu netzwerken, uns bei einem Getränk und einer Brezel zu stärken und nicht zuletzt die Handys und Kameras aufzuladen. Denn das war auch das Besondere an unserer Mission: Wir durften/sollten (anders als jeder andere Zuschauer) während des Musicals Fotos machen und twittern. Unter dem Hashtag #elisabethmusical konnten so auch diejenigen einen Eindruck vom Musical bekommen, die nicht vor Ort in der Vorstellung saßen.

Blogger bei der Arbeit

Blogger unter sich

Foyer Colosseum

Das Foyer vom Colosseum vor dem Ansturm

Foyer Colosseum Essen

Das Foyer füllt sich

Um die anderen Besucher so wenig wie möglich zu stören, waren nur für uns drei Reihen reserviert gefolgt von drei komplett leeren Reihen. So ganz wollte das aber nicht reichen, denn die Lautstärke beim Fotografieren mit analogen Spiegelreflexkameras und auch die Helligkeit von Handydisplays kam nicht so gut bei den anderen Besuchern an. Ich kann es gut verstehen. Hätte ich selbst hinter oder vor uns gesessen, ich hätte mich auch beschwert. Und so wurde nach der Pause im zweiten Akt dann nicht mehr fotografiert, sondern nur noch getwittert.

Und wie war denn jetzt eigentlich das Musical? Das ist für mich schwer zu beurteilen, da ich wenig bis keine Ahnung habe – weder von Musicals noch von der Geschichte, um die es geht. Anders als die meisten Menschen habe ich früher nie Sissi geschaut, kann also nicht einmal diese Art der „Vorbildung“ vorweisen. Eine Geschichtsniete bin ich sowieso, da hilft alles nichts.  Deshalb habe ich mir auch vorher den Plot auf Wikipedia durchgelesen, damit ich wenigstens eine grobe Ahnung habe. Anders als die Sissi-Filme, in denen es ja wohl eher süßlich-kitschig zugeht, möchte das Musical die „wahre Geschichte der Sissi“ zeigen, und es ist entsprechend düster. Denn süßlich-kitschig war das Leben der Kaiserin Elisabeth wohl doch nicht (nur).
In einem Satz zusammengefasst, liest sich der Plot so: Das Musical schildert Elisabeths (Roberta Valentini) Leben vom 15. Lebensjahr an rückblickend aus dem Totenreich erzählt von ihrem Mörder Luigi Lucheni (Kurosch Abbasi) mit dem Hauptaugenmerk auf der Liebesgeschichte zwischen Elisabeth und dem Tod (Mark Seibert).

Franz-Joseph und Elisabeth zwischen Himmel und Erde

Franz Joseph und Elisabeth zwischen Himmel und Erde

Hochzeit Franz-Joseph und Elisabeth

Die Hochzeit

Ich gehör nur mir

„Ich gehör nur mir“

Elisabeth auf der Feile

Elisabeths Sehnsucht nach dem Tod wird größer

Spiegelszene

Spiegelszene

Meiner subjektiven und wirklich überhaupt nicht fachmännischen Meinung nach haben alle Darsteller einen super Job gemacht. Ganz besonders großartig fand ich allerdings Roberta Valentini und Kurosch Abbasi. Sie haben mich mit ihrem Spiel und ihren Stimmen sehr beeindruckt.

Zum Bühnenbild lässt sich sagen, dass es im Grunde nur aus einer Projektionsfläche besteht, auf die dann die entsprechenden Bilder projiziert werden. Das hat mir einerseits gefallen, denn es bietet nicht nur die Möglichkeit, eine große Anzahl wechselnder Bilder zu zeigen, sondern vor allem auch Bilder zu projizieren, die animiert sind und sich bewegen. Eindeutig ein Vorteil gegenüber klassischen Bühnenbildern. Andererseits wirkt ein solches rein zweidimensionales Bühnenbild auch sehr minimalistisch.
Aber man darf natürlich nicht das wichtigste Utensil auf der Bühne vergessen: die Feile! Wie ein Fallbeil ragt sie in die Bühne hinein und kündet von dem drohenden Unheil. Wenn ich ehrlich sein soll, so hätte ich nicht gewusst, dass es sich dabei um eine Feile handelt, wenn man es mir nicht vorher gesagt hätte. Vielmehr hätte ich gedacht, dass es eine „Brücke“ ist, die den Übergang in das Reich der Toten darstellt. So oder so, der Unterschied ist ja nicht allzu groß. Ansonsten wird die Drehbühne sehr viel eingesetzt, was eine schöne Dynamik ins Spiel bringt.

Das abschließende Meet & Greet mit dem Ensemble rundete schließlich unseren Ausflug in die Musical-Welt ab. Die Hauptdarsteller standen uns geduldig für Fragen zur Verfügung und ließen sich fröhlich fotografieren.

Gesamtes Ensemble

Das Ensemble

Mein Fazit: Insgesamt muss ich sagen, dass mir die Arbeit der Darsteller, des Orchesters und sämtlicher Beteiligten sehr imponiert. Die stemmen da jeden Abend einen richtigen Brocken. Für Musical-Liebhaber ist Elisabeth ein absolutes Muss.
Für mich ganz persönlich gilt, dass ich wieder gemerkt habe, dass mir diese Art der Musik nicht wirklich liegt. Musical-Musik ist ja schon etwas sehr eigenes, fast schlagerhaftes. Und das meine ich nicht abwertend. Es ist nur einfach nicht so meins. Insgesamt war mir die Aufführung außerdem auch etwas zu lang. Irgendwann war mein Kopf einfach voll von den ganzen Eindrücken. Mich hat dieser Musical-Besuch ganz schön geflasht und mein Unterbewusstsein war noch sehr damit beschäftigt; sogar nachts davon geträumt habe ich.

Alles in allem war es aber ein rundum gelungener Abend mit richtig spannenden Einblicken und Eindrücken! Wer nun Lust bekommen hat, sich das Musical selbst anzuschauen, der findet alle wichtigen Infos zu Terminen etc. unter folgendem Link: das Musical Elisabeth.
Wer die besten Tweets und Posts nachlesen möchte, der findet unter folgendem Link ein Storify von livekritik: Storify zu Elisabeth.


Und zum Schluss geht nochmal ein herzlicher Dank an livekritik.de und Semmel Concerts für diesen sehr gelungenen Abend und den spannenden Blick hinter die Kulissen von Elisabeth!

 

Man sollte mal … Brügge besuchen

brugge_vonoben

Wenn man wie wir seinen Urlaub häufiger in den Niederlanden nahe der belgischen Grenze verbringt, so drängt sich ein Besuch Brügges ja quasi auf. Das wird einem auch immer mal wieder empfohlen. Schließlich ist Brügge ganz schön hübsch. So pittoresk. Das Venedig Belgiens. Sagen die anderen und das Stadtmarketing.

In der ersten Ferienwoche konnten wir uns dann selbst ein Bild davon machen, wie pittoresk [ich mag das Wort so gerne und muss immer an ein Gedicht von Robert Gernhardt denken, dessen Titel mir leider gerade nicht einfällt] Brügge wirklich ist. Man sollte allerdings erwähnen, dass ich bis dato keinerlei Vorstellung von dieser Stadt hatte. Und nein, ich habe den Film „Brügge sehen und sterben“ (noch) nicht gesehen.

Unsere bewährte Methode, eine neue Stadt kennenzulernen, ist eigentlich immer die gleiche: Navi anschmeißen und „Innenstadt“ als Ziel eingeben, der Rest ergibt sich quasi von allein. Meistens suchen wir uns vorher ein Museum zur zeitgenössischen Kunst heraus, das wir besuchen wollen. Nun besitzt Brügge zwar allerlei Museen, wie man der Homepage entnehmen kann, aber leider war für uns nicht ganz das Passende dabei. Deshalb haben wir uns dann wenigstens zwei andere Adressen notiert, die spannend klangen: einmal die der Mühlen, die vor dem Eingang zur Innenstadt stehen, und dann noch die der Sound Factory (dazu später mehr).

Das mit dem Parken in der Innenstadt ist (wie in vielen anderen Städten, egal ob in Deutschland, den Niederlanden oder Belgien) ja so eine Sache: In Brügge gibt es 2- und 4-Stunden-Zonen mit Parkschein. Außerdem wird P&R vom Bahnhof aus empfohlen. Naja: An solche Empfehlungen halten wir uns eigentlich nie, das ist uns immer zu umständlich, wenn wir noch fremd sind. Und da wir auch gerne mal den Parkpapst in der Tasche haben, hatten wir auch dieses Mal wieder mehr Glück als Verstand: Kostenlos, im Schatten und ohne lange zu suchen fanden wir den perfekten Parkplatz. Hier also der ultimative Parktipp für alle, die einen kleinen Fußmarsch in die Innenstadt nicht scheuen: direkt auf der Kruisvest gegenüber von den Mühlen parken. (Wichtig: Dieser Tipp ist ohne Gewähr, denn wir waren selbst so verblüfft, dass wir uns gar nicht sicher waren, ob man dort einfach stehen darf. Also an alle, die meinem Tipp folgen wollen, der Hinweis: Bitte vor Ort selbst nochmal genau prüfen, ob man nicht doch was zahlen muss! Wir haben nichts gesehen, kein Schild, keinen Parkautomaten, keine gelben Parkverbotsstreifen auf dem Boden. Aber nagelt mich bloß nicht darauf fest.)

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mühle

Von dort aus kann man sich dann (zunächst ganz entspannt) in den mittelalterlichen Stadtkern hinein treiben lassen, der im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Das kann man auch ruhig ohne Stadtplan machen, man findet die Innenstadt schon. Spätestens, wenn man die ersten Touristenströme ausmacht, weiß man, wo es langgeht. Und damit bin ich dann auch schon bei dem für mich wichtigstens Punkt: Mir war das alles viel zu voll und zu tourimäßig. Wie schon erwähnt, hatte ich ja gar keine richtige Vorstellung von Brügge, und zugegebenermaßen gehe ich solche Ausflüge immer ein wenig naiv an, denn natürlich ist das alles voller Touristen … ich bin ja schließlich auch einer. Zumal: Wenn man im Hochsommer in der ersten Schulferienwoche in eine solche Stadt fährt, was erwartet man denn da schon? Ruhe? Aber vorher denke ich an sowas immer gar nicht und bin dann doch etwas überrascht und erschlagen von all den Menschen, der Lautstärke, den ganzen Stadtführern und der Shoppingmeile.

Natürlich ist die Stadt schön: mittelalterlich, hübsche Häuschen, überall Kanäle mit kleinen Brücken und dann noch die vielen Kirchen. Aber das hat es für mich leider nicht so richtig rausgerissen. Ganz ehrlich: Die Kanäle muffen ziemlich und im Minutentakt schippern kleine Boote voller Touristen Heck an Bug darauf entlang und bekommen die älteste Brücke und die höchste Kirche erklärt. Total romantisch. Genauso romantisch sind die Kutschen, die sich ebenfalls im Minutentakt durch die Straßen schieben, während das eine Pferd dem anderen fast hinten drauf läuft. Das alles bei ca. 30 °C. Ach, es war schwierig.

Sehr gut kann ich mir vorstellen, dass die Stadt außerhalb der Saison sehr schön, romantisch und auch ruhig ist. Wir haben prima Pommes und eine hervorragende belgische Waffel gegessen. Aber vor allem haben wir die großartige Sound Factory besucht, deren Adresse wir uns ja notiert hatten. DAS ist nun aber doch wohl sowas wie ein Geheimtipp, denn wir waren dort fast die ganze Zeit ganz allein. In der obersten Etage des Konzertgebäudes gelegen kann man hier selbst Geräusche und Musik produzieren, auf Glocken klöppeln, mit GarageBand Musik komponieren und mit der interaktiven Soundskulptur „Omni“ (im Grunde sowas wie ein klassischer Sampler) jede Menge Spaß haben.

glockensound

Davon abgesehen hat man einen ganz grandiosen Blick von der Dachterasse über die Stadt. Dafür muss man beim Belfried lange anstehen und viel Geld bezahlen, hier bekommt man es dazu. Absolut empfehlenswert für alle, die in dem ganzen Trubel ein wenig Ablenkung suchen und Spaß an Musik, Tönen und Geräuschen haben.

Und das kommt dabei heraus, wenn man auf „Omni“ rumklöppelt:

omni from chris huff on Vimeo.

Alles in allem war es nicht so toll, wie ich vorher dachte, aber doch ein ganz netter Ausflug. Wir kommen vielleicht nochmal außerhalb der Ferien wieder, wenn die Stadt nicht so voll ist. Wenn ihr begeistertere Artikel über Brügge lesen wollt, dann braucht ihr eigentlich nur die Suchmaschine anschmeißen. Es gibt unheimlich viele Reiseberichte auf diversen Blogs, die alle sehr von Brügge schwärmen.

Uneingeschränkte Empfehlung: Ziegenpeter

Was macht man an einem wunderbar sonnigen Sommertag mitten im Ruhrpott, wenn man nicht arbeiten muss?
Man frönt dem Nichtstun, schaut den Schiffen beim Vorbeifahren zu und gönnt sich ein köstliches Frühstück in der Sonne vor einer großartigen typischen Ruhrpottkulisse: rauchende Schlote, Frachter auf dem Rhein, Güterwaggons, Sand und grüne Wiesen mit gelben Farbtupfern … alles auf einmal.

rheinschiff

Und wo findet man das alles? Im Ziegenpeter am Duisburger Rheinpark. Ich kann nur sagen: uneingeschränkt empfehlenswert! Netter Service, leckeres Essen und großartige Aussicht.

Blick aufs Ziegenpeter

(Der rote Kubus auf dem Bild ist übrigens das Lokal :-))

Auf meinem Tellerchen fand sich eine umfangreiche Käseauswahl, selbstverständlich mit Ziegenkäse. Auf dem Tellerchen meiner Begleitung tummelten sich neben etwas Käse noch sehr leckere Wurstigkeiten und ein Schälchen mit ausgesprochen beeriger Marmelade, hmmm. Dazu gab es frisches Brot in verschiedener Ausführung, laut Karte ebenso wie die Marmelade aus eigener Herstellung und auch käuflich für zu Hause zu erwerben.

Käseteller

Besonders macht das Ziegenpeter auch seine Philosophie: Es ist eine Kooperation der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung gGmbH mit der Stadt Duisburg. Hier treffen soziale und ökologische Nachhaltigkeit aufeinander. Prima Sache, finde ich. Und wenn es so lecker schmeckt, auf jeden Fall eine Empfehlung wert: Alle Daumen hoch!

Abgesehen von der Lokalität ist die Umgebung auch ganz interessant. Der Duisburger Rheinpark war mir bis heute kein Begriff. Es handelt sich dabei um ein Gelände in Hochfeld, das früher von der Schwerindustrie genutzt wurde. Seit einigen Jahren wird es nun zu einer Parkfläche mit Bäumen, Wegen, Wiesenflächen, einer Skateranlage  und einer Uferpromenade umgestaltet. Teile der ehemaligen Industrie sind stehengeblieben und wurden von Graffitikünstlern gestaltet. Sieht alles ganz spannend aus. Den Fotoapparat sollte man auf jeden Fall im Anschlag haben.

Ankündigung: EGGXPO 2012

Osterzeit = EGGXPO-Zeit

Letztes Jahr war ich selbst eine der ausstellenden Künstler bei der alljährlich stattfindenden EGGXPO, dieses Jahr werde ich wohl nur Besucher sein, da momentan meine Kreativität ziemlich auf Eis liegt (aus den bekannten Gründen). Trotzdem kein Grund, Trübsal zu blasen!
Die Devise lautet: hingehen, tolle Kunst gucken und im besten Falle sogar Kunst bei der Verlosung gewinnen.

Am 7. und 8. April von 14 bis 19 Uhr öffnet Kuno Lange wieder die Pforten seines Ateliers in der Tinkrathstraße 60, Mülheim und zeigt gemeinsam mit 14 befreundeten Künstlern seine Arbeiten – die Bandbreite erstreckt sich von Malerei über Grafik, Plastik und Objekte bis hin zu den „neuen Medien“. Raku-Aktionen und die schon legendäre Kunstverlosung runden das Veranstaltungswochenende wieder ab.

Teilnehmende Künstler sind:

Christina Böckler, Annette Brunöhler, Peter Helmke, Klaus Jost, Jott Kaa, Kelbassas Panoptikum (Detlef Kelbassa + Corinna Kuhn), Janet Kempken, Evangelos Koukouwitakis, Kuno Lange, Alexander Ray, Jochen Schweizer, Wolfgang von Triel, Georg Weber.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Möglichkeit, im Vorhinein ein „Schätzchen“ zu erwerben – unter dem folgenden Link findet noch bis zum 5.4. eine Online-Kunstauktion statt: Kunstauktion.

Das Programm und alle Infos sind entweder unter www.eggxpo.de oder bei Facebook zu finden.

Also: Kommt in Scharen, genießt das hoffentlich schöne Wetter in dem tollen waldähnlichen Garten und kauft jede Menge Kunst!

Neue Magazine, neuer Blog, neuer Laden

So viele Neuigkeiten!

Zwei neue Magazine tummeln sich auf meinem Schreibtisch bzw. eins tummelt sich, das andere wird erst noch erscheinen und das auch nur online. Da aber alles vielversprechend klingt, möchte ich sie euch ans Herz legen.

Ganz physisch in meiner Hand halte ich das (inzwischen nicht mehr ganz so frisch) erschienene GAARN-Magazin. In meiner Linkliste steht GAARN ja schon seit Beginn meiner Bloggerei. Es handelt sich um ein DIY-Projekt von Damaris Jakschik, das sie im Rahmen ihrer Diplomarbeit ins Leben gerufen hat. Bisher gab es „Das Magazin für Nähkultur“ nur online. Ab sofort gibt es auch eine gedruckte Ausgabe.
In einem sehr ungewöhnlichen Format kommt das Magazin daher, muss man das auf A4 zusammengefaltete Blatt doch aufklappen und erhält ein riesiges Poster. Das erweist sich sowohl als Vor- wie auch als Nachteil, denn man kann es sich wunderbar an die Wand pinnen, aber leider nicht so gut auf dem Sofa lesen. Inhaltlich enthält das Magazin kurze Artikel aus den Bereichen Handmade, Design, Kunst, DIY. Einiges davon kannte ich schon, anderes war für mich neu. Am meisten gefreut hat mich der Artikel über Emily Barletta, bin ich ja bei der Kunst aus Fäden mit meinen Stickereien auch selbst Zuhause. Außerdem sehr spannend ist das Färben mit Inkodye, was ab sofort auf meiner „Muss-ich-unbedingt-ausprobieren“-Liste steht.
Zu beziehen ist das Magazin online z.B. hier, hierhier oder hier.

Fazit: Ein interessantes, liebevoll gestaltetes Magazin in einem ungewöhnlichen (leider nicht ganz praktischen) Format.

Das zweite Magazin, über das ich kurz berichten möchte, ist das SISTER Magazin. Es ist noch nicht erschienen, angekündigt für die Woche vom 24.2. und wird nur online zu lesen sein. Die Macher sind die Schwestern Toni und Thea, die mit ihrem Magazin „intelligente Informationen in ansprechendem Design“ anbieten wollen.  Thematisch soll es um Themen wie „Karriere, Technologie, Zukunftstrends sowie Mode, Lifestyle, Reisen, Parties und DIY“ gehen; so besagt es die Homepage. Auf ihrem Blog könnt ihr die Entstehung mitverfolgen und erhaltet Hintergrundinfos. Netterweise haben die beiden in einer „Preview-Kit-Aktion“ interessierten Bloggern wunderbar gestaltete Flyer zur Verfügung gestellt, von denen ich einen einheimsen konnte. So erhalte ich nun einen Vorabartikel ab dem 18.2. und kann mich schon vor dem Erscheinungsdatum einlesen. Ich werde berichten …

Fazit: Sehr schön gestaltete Flyer machen neugierig auf das Magazin.

Ein regionaler Tipp: Am 25.2. eröffnet in Essen-Fulerum die „Fachkultur“. Das habe ich erst vor ein paar Tagen mitbekommen, leider etwas zu spät, alle Fächer sind schon belegt. Aber ich werde mich bei der Eröffnung mal vor Ort umschauen und wer weiß … vielleicht sind meine Schätze ja bald auch in einem Fach zu Hause!

Und zu guter Letzt noch ein Tipp für alle Freunde der japanischen Nähkultur: Ganz neu ist der Blog „Tanoshii – Japanisch schneidern„. Ich hatte hier ja auch schon mal erzählt, wie toll ich die japanischen Nähbücher finde. Dieser Blog fordert nun alle auf zum Mitmachen. Somit rückt mein Plan, mir etwas aus dem Buch zu nähen, wieder in greifbare Nähe. Ich bin gespannt, wie es dort weitergeht.

Betriebsanleitung Singer 216 als PDF

Wie sich zeigt, sind offensichtlich viele Leute auf der Suche nach einer Betriebsanleitung für die Singer 216. Bisher habe ich jedem, der die Anleitung benötigte, einen externen Link zu einer Zip-Datei mit einzelnen Bildern zugeschickt. Das wird nun anders! Dank der lieben Sandra gibt es die Betriebsanleitung nun als PDF zum Download!

Vielen Dank dafür, Sandra.

Und wer die Anleitung haben möchte, der klickt einfach hier: Betriebsanleitung Singer 216

Über einen kurzen Kommentar freue ich mich natürlich trotzdem jederzeit, wenn ihr euch die Datei heruntergeladen habt.

Verspäteter Rückblick: 11 aus 2011

Ricarda von 23qm Stil hat schon vor einiger Zeit Blogger dazu aufgerufen, ihre liebsten 11 Bilder aus 2011 zu posten. Diesem Aufruf möchte ich noch mit einiger Verspätung folgen, allerdings in etwas abgewandelter Form. Da ich erst in diesem Jahr angefangen habe zu bloggen, gibt mein Fotoverzeichnis noch nicht so viele tolle Bilder her; stattdessen gebe ich lieber einen kurzen Überblick über meine 11 liebsten in diesem Jahr besuchten Museen im Kurzformat – sortiert nach Beliebtheit :-).

Here we go:

1.

Platz Eins belegt ganz klar das MUDAM in Luxemburg! Idyllisch gelegen auf dem Kirchberg-Plateau neben dem Fort Thüngen bietet es einen grandiosen Ausblick. Dieses Museum gibt es erst seit fünfeinhalb Jahren, aber es steht schon jetzt für außergewöhnliche Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst. Neben vielen anderen Ausstellungen dieses Jahr dort gesehen und für großartig befunden: Out-of-Sync.

2.

Ganz knapp den ersten Platz verfehlt hat das Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam. Eine fulminante Sammlung quer durch die Epochen wird komplettiert von ebenfalls zeitgenössischen Arbeiten, die es in sich haben. Am genialsten sind die Ausstellungen, die im Rotterdamer Hafen stattfinden, zu denen man erst einmal mit dem Wasserbus hinfahren muss. Dieses Jahr gesehen und am meisten beeindruckt: Elmgreen & Dragset, woher auch das Foto oben stammt.

3.

Ach, wie gerne fahren wir in den holländischen Nationalpark De Hoge Veluwe in Arnheim, nur um mit den „Witte Fietsen“ durch die wunderbare Landschaft zu brausen und den Ausflug mit einem Besuch des Kröller-Müller Museums zu krönen. Dieses Museum besticht durch seine Architektur, durch die sich Kunst und Natur auf eine sehr schöne Weise verbinden. Neben zeitgenössischen Wechselausstellungen beherbergt das Museum die zweitgrößte Van-Gogh-Sammlung der Welt nach Amsterdam.

4.

Begonnen hat mein Museumsjahr 2011 mit einem Besuch der Museen Haus Lange/Haus Esters in Krefeld. Entworfen von Mies van der Rohe zu einem relativ frühen Zeitpunkt seiner Schaffenszeit kann man in diesen ehemaligen Wohnhäusern schon spüren, was es mit seiner Idee der fließenden Räume auf sich hat. Für mich unvergessen (wenn auch nicht in diesem Jahr gesehen) ist die Ausstellung von Blaise Drummond, die sich so unglaublich gut in den bauhausschen Räumen präsentierte.

5.
Ganz neu entdeckt in den letzten Tagen des Jahres habe ich das Museum van Bommel van Dam in Venlo. Man kann also nicht nur zum Shoppen nach Venlo fahren, nein, es gibt dort auch ein ganz hübsches kleines Museum mit ausgewählten Arbeiten der niederländischen zeitgenössischen Kunst. Sehr empfehlenswert!

6.
Ebenfalls in den Niederlanden, genauer in Maastricht, liegt das Bonnefantenmuseum. Auch hier findet man sich in einer spannenden Architektur wieder; erbaut wurde das Gebäude von Aldo Rossi. Neben der Sammlung alter Kunst präsentiert das Museum zeitgenössische internationale Arbeiten bekannter Künstler wie Sol LeWitt, Richard Serra, Luc Tuymans, Bruce Naumann oder Gilbert & George.

7.
Damit auch mein liebes Ruhrgebiet nicht zu kurz kommt, findet sich auf Platz sieben die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen. Hier konnte ich dieses Jahr nicht nur bei der Vernissage zur Roy-Lichtenstein-Ausstellung eine kleine Privatführung ergattern, sondern durfte am Glück meines Lieblingsmenschen teilhaben, der in 2011 dort seine Arbeit Roses (after Richter) präsentieren durfte.

8.

Das Casino Luxembourg liegt (anders als das MUDAM) direkt mitten in der Luxemburger Innenstadt. Ein kleines, aber feines Museum mit vielfältigen Ausstellungen zur jungen zeitgenössischen Kunst. Mit einem kleinen Hüpfer über die Straße ist man gleich an einem schönen Aussichtspunkt, von dem aus man den obigen herrlichen Blick genießen kann.

9.
Wenn man im Ruhrgebiet wohnt, darf  das Museum Folkwang natürlich nicht fehlen. Auch in diesem Jahr war ich hier mehrfach zu Besuch zu den unterschiedlichsten Ausstellungen. Sehr empfehlenswert sind die Videoscreenings, bei denen aktuelle junge Videokünstler vorgestellt werden. Ich will aber nicht unerwähnt lassen, dass ich nicht so begeistert bin von dem neuen Gebäude. Ich mochte das alte lieber.

10.
Die ganz großartige Jeff-Wall-Ausstellung „The Crooked Path“ konnte ich mir im BOZAR in Brüssel ansehen. Die Bilder waren sehr beeindruckend und die elektronische Führung aufschlussreich. Auf Platz 10 gelandet ist nicht die Ausstellung, sondern leider das Museum, denn arschkalte Räume und fehlende Kennzeichnung von Kunstwerken machten es uns etwas schwer, dieses Museum in unser Herz zu schließen. Aber wir kommen bestimmt trotzdem noch mal wieder.

11.
Und ebenfalls im Ruhrpott, genauer im Dortmunder U, findet man den Hartware MedienKunstVerein, in dem ich mir die Ausstellung zum Japan Media Arts Festival angeschaut habe.

Und somit ist ein abwechslungsreiches Museumsjahr zu Ende gegangen … ich bin gespannt, was 2012 auf mich/uns wartet! Ein gesundes, spannendes und aufregendes neues Jahr wünsche ich!

Endlich wieder Termine!

Es gibt sie wieder – neue Termine!
Nach einer (teilweise unfreiwilligen) etwas längeren Pause werden nun wieder regelmäßige Tipps und Termine gebloggt. Diesmal sind sie schon ein wenig im Voraus, aber so habt ihr Zeit genug, etwas zu planen. Meine Lieblingstipps kommen ja auch immer gerne aus Benelux und deshalb freue ich mich, auch aus dieser Gegend wieder zwei Termine inkl. persönlicher weiterführender Ausflugstipps (natürlich für Museen, was sonst :-)) geben zu können.

Hier geht’s lang …

O holde Fortuna

 

 

 

 

 

Sieht ganz so aus, als hätte ich gerade eine kleine Glückssträhne.
Nachdem mir Fortuna schon bei einem DaWanda-Gewinnspiel hold war und mir das Buch „Hab ich selbst gemacht“ gebracht hat, konnte ich gestern das druckfrische „Scheiße, was koche ich heute?“ aus dem Briefkasten fischen!

Ganz süß verpackt und mit einer kleinen Nachricht kam es von der lieben Corrisande zu mir – gaaanz herzlichen Dank dafür! Ich freue mich riesig und werde hoffentlich bald dazu komme, was daraus auszuprobieren.

Nach einem ersten Durchblättern scheint es so, als wären die Rezepte sehr praktibal. Geschrieben von Bloggern und nicht von Fernsehköchen finden sich dort keine wahnsinnig komplizierten Anweisungen und exotischen Zutaten, für die man erstmal mehrere Stunden auf die Suche (oder die Reise) gehen muss. Das gefällt mir sehr gut (siehe auch meine Vorliebe für faules Brot). Wie alltagstauglich die Rezepte sind, werde ich dann bald mal testen.

Kleiner Tipp: Auf S. 17 findet sich das Rezept von Corrisande für syrisches Ful, für das ich vielleicht auch meine Abneigung gegen dicke Bohnen beiseite schieben werde 😉