Kategorie-Archiv: Kunst gefällig?

Ankündigungen

Ankündigung Nr. 1: Hier wird in Zukunft wieder mehr gebloggt.

Ankündigung Nr. 2: Ab 8.12.2012 findet in der galerie143 in Dortmund zum dritten Mal die Offene Galerie statt. Kunsthistorikerin Simone Czech präsentiert bis zum 2.2.2013 aktuelle Arbeiten junger Künstler aus den unterschiedlichsten Disziplinen. Und eine meiner Nadelmalereien wird auch dort zu sehen sein! Unglaublich. (Hier findet sich das einzige Foto von mir und meiner Arbeit.) Ausstellungseröffnung ist am 8.12. um 18 Uhr in der Rheinischen Straße 143 in Dortmund. Ick freu mir!

Ankündigung Nr. 3: Weihnachten steht vor der Tür.

„Folge dem weißen Kaninchen“ … zur C.A.R.

Manchmal bin ich der Partykapitän … Wobei die Definition von „Party“ nicht unbedingt der landläufigen Definition entspricht; meistens geht’s bei uns um Kunst. Und in dieser Funktion organisiere ich dann auf merkwürdigen Wegen Zugänge zu lustigen Veranstaltungen.
So verhalf mir meine ungeschlagene Recherchefähigkeit zu V.I.P.-Tickets für die Vernissage der C.A.R. (contemporary art ruhr) letztes Wochenende auf Zollverein inkl. Katalog! Und da ich ja momentan (wie hier schon berichtet) kaum aus meinen kleinen roten Augen blicken kann, war das Motto für Sven an diesem Abend klar: … „follow the white rabbit“.

Die C.A.R. findet seit 2006 zweimal im Jahr statt: einmal im Frühjahr als Medienkunstmesse und im Herbst als „innovative Kunstmesse“, wie sie sich selbst bezeichnet. Letztes Wochenende also Medienkunstmesse; bisher war ich immer nur bei der Herbstausgabe. Und weil die immer im SANAA-Gebäude und drumherum stattfindet, standen wir am Freitag zunächst ziemlich verloren auf dem Zollvereingelände rum. Keiner da. Erst nach einem kurzen Telefonat war klar: Wir müssen zur Mischanlage.

Die Mischanlage als Veranstaltungsort war mir noch neu, deswegen war ich an dem Abend wohl auch mehr von den Räumlichkeiten als von den Kunstwerken beeindruckt. Denn nach dem Treppenaufgang in die Trichterebene (noch hell erleuchtet) folgt eine Treppe in die sogenannte Bunkerebene. In dieser stand ich plötzlich im Dunkeln. Alles wummerte und dröhnte, ich schwankte oder war’s die Treppe? Vielleicht lag’s auch am Sekt, den ich gerade getrunken hatte, jedenfalls musste ich die Treppe weiter hinauf. Ob der TÜV sowas genehmigt?

Für einen kurzen Moment erinnerte ich mich an „END“ von Gregor Schneider, das ich 2008 in Mönchengladbach  besucht hatte. Dort hatte ich mich in einen riesigen schwarzen Schlund getraut, der absolut nicht ein winziges bisschen Licht herein ließ und mich in völliger Dunkelheit in einen Keller mit Räumen aus dem „Toten Haus u r“ führte … übrigens war ich dabei auch noch allein, denn es wurde immer nur eine Person einzeln hineingelassen. Das Ganze war eine solch einschneidende Erfahrung, dass ich mich noch heute darüber wundere, das freiwillig gemacht zu haben.
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Zurück zur C.A.R.: Auch wenn es nicht so dunkel war wie bei END, sind die Treppen in der Bunkerebene im Dunkeln etwas unheimlich. Die riesigen Trichter öffnen sich überall nach unten und man kann gar nicht anders, als ständig hineinzublicken, Fotos zu machen und eine gehörige Portion Respekt zu empfinden vor diesem Ort und den Menschen, die hier früher gearbeitet haben.

Ganz oben angekommen, gab der Ruhrpott nochmal alles und belohnte uns mit einem fantastischen Sonnenuntergang.

Ach ja, wir waren ja eigentlich wegen der Kunst hier. Also wieder runter in die Trichterebene.

Die Entdeckungen des Abends (neben allen anderen guten Künstlern) waren:

Und weil Selbermachen natürlich am meisten Spaß macht, habe mich nicht lumpen lassen und bei Steffen Hartwig einen ganzen Euro investiert: „Der Zeichner“  ist eine Maschine, die verschiedene mathematische Graphen zeichnet. Der Betrachter kann den Weg des Stiftes durch den eigenen elektrischen Widerstand beeinflussen und somit sein ganz eigenes und einzigartiges Kunstwerk erschaffen. Tadaaa:

Und was machen wir morgen?

Ankündigung: EGGXPO 2012

Osterzeit = EGGXPO-Zeit

Letztes Jahr war ich selbst eine der ausstellenden Künstler bei der alljährlich stattfindenden EGGXPO, dieses Jahr werde ich wohl nur Besucher sein, da momentan meine Kreativität ziemlich auf Eis liegt (aus den bekannten Gründen). Trotzdem kein Grund, Trübsal zu blasen!
Die Devise lautet: hingehen, tolle Kunst gucken und im besten Falle sogar Kunst bei der Verlosung gewinnen.

Am 7. und 8. April von 14 bis 19 Uhr öffnet Kuno Lange wieder die Pforten seines Ateliers in der Tinkrathstraße 60, Mülheim und zeigt gemeinsam mit 14 befreundeten Künstlern seine Arbeiten – die Bandbreite erstreckt sich von Malerei über Grafik, Plastik und Objekte bis hin zu den „neuen Medien“. Raku-Aktionen und die schon legendäre Kunstverlosung runden das Veranstaltungswochenende wieder ab.

Teilnehmende Künstler sind:

Christina Böckler, Annette Brunöhler, Peter Helmke, Klaus Jost, Jott Kaa, Kelbassas Panoptikum (Detlef Kelbassa + Corinna Kuhn), Janet Kempken, Evangelos Koukouwitakis, Kuno Lange, Alexander Ray, Jochen Schweizer, Wolfgang von Triel, Georg Weber.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Möglichkeit, im Vorhinein ein „Schätzchen“ zu erwerben – unter dem folgenden Link findet noch bis zum 5.4. eine Online-Kunstauktion statt: Kunstauktion.

Das Programm und alle Infos sind entweder unter www.eggxpo.de oder bei Facebook zu finden.

Also: Kommt in Scharen, genießt das hoffentlich schöne Wetter in dem tollen waldähnlichen Garten und kauft jede Menge Kunst!

Verspäteter Rückblick: 11 aus 2011

Ricarda von 23qm Stil hat schon vor einiger Zeit Blogger dazu aufgerufen, ihre liebsten 11 Bilder aus 2011 zu posten. Diesem Aufruf möchte ich noch mit einiger Verspätung folgen, allerdings in etwas abgewandelter Form. Da ich erst in diesem Jahr angefangen habe zu bloggen, gibt mein Fotoverzeichnis noch nicht so viele tolle Bilder her; stattdessen gebe ich lieber einen kurzen Überblick über meine 11 liebsten in diesem Jahr besuchten Museen im Kurzformat – sortiert nach Beliebtheit :-).

Here we go:

1.

Platz Eins belegt ganz klar das MUDAM in Luxemburg! Idyllisch gelegen auf dem Kirchberg-Plateau neben dem Fort Thüngen bietet es einen grandiosen Ausblick. Dieses Museum gibt es erst seit fünfeinhalb Jahren, aber es steht schon jetzt für außergewöhnliche Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst. Neben vielen anderen Ausstellungen dieses Jahr dort gesehen und für großartig befunden: Out-of-Sync.

2.

Ganz knapp den ersten Platz verfehlt hat das Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam. Eine fulminante Sammlung quer durch die Epochen wird komplettiert von ebenfalls zeitgenössischen Arbeiten, die es in sich haben. Am genialsten sind die Ausstellungen, die im Rotterdamer Hafen stattfinden, zu denen man erst einmal mit dem Wasserbus hinfahren muss. Dieses Jahr gesehen und am meisten beeindruckt: Elmgreen & Dragset, woher auch das Foto oben stammt.

3.

Ach, wie gerne fahren wir in den holländischen Nationalpark De Hoge Veluwe in Arnheim, nur um mit den „Witte Fietsen“ durch die wunderbare Landschaft zu brausen und den Ausflug mit einem Besuch des Kröller-Müller Museums zu krönen. Dieses Museum besticht durch seine Architektur, durch die sich Kunst und Natur auf eine sehr schöne Weise verbinden. Neben zeitgenössischen Wechselausstellungen beherbergt das Museum die zweitgrößte Van-Gogh-Sammlung der Welt nach Amsterdam.

4.

Begonnen hat mein Museumsjahr 2011 mit einem Besuch der Museen Haus Lange/Haus Esters in Krefeld. Entworfen von Mies van der Rohe zu einem relativ frühen Zeitpunkt seiner Schaffenszeit kann man in diesen ehemaligen Wohnhäusern schon spüren, was es mit seiner Idee der fließenden Räume auf sich hat. Für mich unvergessen (wenn auch nicht in diesem Jahr gesehen) ist die Ausstellung von Blaise Drummond, die sich so unglaublich gut in den bauhausschen Räumen präsentierte.

5.
Ganz neu entdeckt in den letzten Tagen des Jahres habe ich das Museum van Bommel van Dam in Venlo. Man kann also nicht nur zum Shoppen nach Venlo fahren, nein, es gibt dort auch ein ganz hübsches kleines Museum mit ausgewählten Arbeiten der niederländischen zeitgenössischen Kunst. Sehr empfehlenswert!

6.
Ebenfalls in den Niederlanden, genauer in Maastricht, liegt das Bonnefantenmuseum. Auch hier findet man sich in einer spannenden Architektur wieder; erbaut wurde das Gebäude von Aldo Rossi. Neben der Sammlung alter Kunst präsentiert das Museum zeitgenössische internationale Arbeiten bekannter Künstler wie Sol LeWitt, Richard Serra, Luc Tuymans, Bruce Naumann oder Gilbert & George.

7.
Damit auch mein liebes Ruhrgebiet nicht zu kurz kommt, findet sich auf Platz sieben die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen. Hier konnte ich dieses Jahr nicht nur bei der Vernissage zur Roy-Lichtenstein-Ausstellung eine kleine Privatführung ergattern, sondern durfte am Glück meines Lieblingsmenschen teilhaben, der in 2011 dort seine Arbeit Roses (after Richter) präsentieren durfte.

8.

Das Casino Luxembourg liegt (anders als das MUDAM) direkt mitten in der Luxemburger Innenstadt. Ein kleines, aber feines Museum mit vielfältigen Ausstellungen zur jungen zeitgenössischen Kunst. Mit einem kleinen Hüpfer über die Straße ist man gleich an einem schönen Aussichtspunkt, von dem aus man den obigen herrlichen Blick genießen kann.

9.
Wenn man im Ruhrgebiet wohnt, darf  das Museum Folkwang natürlich nicht fehlen. Auch in diesem Jahr war ich hier mehrfach zu Besuch zu den unterschiedlichsten Ausstellungen. Sehr empfehlenswert sind die Videoscreenings, bei denen aktuelle junge Videokünstler vorgestellt werden. Ich will aber nicht unerwähnt lassen, dass ich nicht so begeistert bin von dem neuen Gebäude. Ich mochte das alte lieber.

10.
Die ganz großartige Jeff-Wall-Ausstellung „The Crooked Path“ konnte ich mir im BOZAR in Brüssel ansehen. Die Bilder waren sehr beeindruckend und die elektronische Führung aufschlussreich. Auf Platz 10 gelandet ist nicht die Ausstellung, sondern leider das Museum, denn arschkalte Räume und fehlende Kennzeichnung von Kunstwerken machten es uns etwas schwer, dieses Museum in unser Herz zu schließen. Aber wir kommen bestimmt trotzdem noch mal wieder.

11.
Und ebenfalls im Ruhrpott, genauer im Dortmunder U, findet man den Hartware MedienKunstVerein, in dem ich mir die Ausstellung zum Japan Media Arts Festival angeschaut habe.

Und somit ist ein abwechslungsreiches Museumsjahr zu Ende gegangen … ich bin gespannt, was 2012 auf mich/uns wartet! Ein gesundes, spannendes und aufregendes neues Jahr wünsche ich!

Nach der Reise ist vor der Reise

Bevor wir morgen direkt wieder weg sind ans Meer (!), hier noch ein kleiner Bericht über unseren Kurztrip nach Luxemburg.

Wie schon im März war es auch diesmal wieder richtig super! Bei netten Leuten in einem fremden Land zu übernachten und dann noch ein Rundum-sorglos-Paket inklusive kostenlosem Kulturprogramm zu erhalten, ist einfach grandios. Vielen Dank nochmal dafür!

Und dieses Mal waren wir gleich zweimal (!) im MUDAM, einem der schönsten, interessantesten und besucherfreundlichsten zeitgenössischen Museen, die ich kenne. Aber dazu in einem anderen Post demnächst etwas mehr.

Außerdem noch erlebt:

  • Schmetterlinge geguckt in Grevenmacher
  • kostenlosem Konzert von Kira Kira aus Island gelauscht (sehr zu empfehlen)
  • Sushi vom Band gegessen in Trier (auch sehr zu empfehlen)
  • bei der Entstehung des „Renert Trios“ (Lo-Fi Post-Jazz) und ihres ersten Releases „Butterfly Terror“ zugeschaut, zugehört und Fotos gemacht (natürlich total empfehlenswert)

Kann man noch mehr an nur einem Wochenende erleben?

Ruhrpottfossilien

Ruhrpottfossilien

Diese wunderbaren Ruhrpottfossilien nenne ich seit Kurzem mein Eigen, gekauft bei Kelbassa’s Panoptikum.

Lasst euch entführen in eine wundersame Welt der biomorphen Phänomene, in eine Kunst- und Wunderkammer des 21. Jahrhunderts, in der es allerlei Kuriositäten zu bestaunen gibt. Immer geht es dabei um das Verhältnis zwischen Kunst, Natur und Mensch. Und nicht nur bei den Artefakten aus dem Ruhrtal stellt sich die Frage, was ist echt, was nicht? Was ist Realität, was Fiktion? Und ist es eigentlich so wichtig, dass man den Unterschied erkennt?

Ein großartiges Kunstprojekt!


[Foto: Kelbassa’s Panoptikum]

Zu sehen – und natürlich auch zu kaufen – gibt es die wundersamen Kunstobjekte noch dieses und nächstes Wochenende bei „Kunst draußen“ in Hennef:
10.07. von 13–19 Uhr
16.07. von 15–19 Uhr
17.07. von 13–19 Uhr
Adresse: Scheurengarten 8, 53773 Hennef, Stadt Blankenberg

Außerdem auch bei „Fine Arts„, einem Kunsthandwerkermarkt, am 27. und 28. August von 10–18 Uhr im Schloss Lembeck.

Und wer keine Zeit hat, sich auf den Märkten umzuschauen, dem sei der DaWanda-Shop von Kelbassa’s Panoptikum empfohlen.

Lasst euch verzaubern!

Sie hängen …

… meine Nadelmalereien …

… und Svens Fotos …

… und selbstverständlich auch alle anderen Kunstwerke aller an der EGGXPO teilnehmenden Künstler; hier noch einmal vollständig aufgezählt:

Petra Anders, Michaela Best, Christina Böckler, Marta Martina Deli, Peter Helmke, Klaus Jost, Jott Kaa, Kelbassas Panoptikum (Detlef Kelbassa + Corinna Kuhn), Janet Kempken, Kuno Lange, Sven Piayda, Alexander Ray, Jochen Schweizer, Wolfgang von Triel, Georg Weber.

Alles ist aufgebaut und bereit für die EGGXPO am kommenden Wochenende!

Am Dienstag war Pressekonferenz – einen Artikel und Fotos findet ihr hier einen weiteren Artikel findet ihr hier: eggxpo_presse_20_04_2011

Ostersamstag geht es dann also um 14 Uhr los.
Wir freuen uns auf alle Gäste, die den Weg in das Atelier von Kuno Lange, Tinkrathstr. 60 in 45472 Mülheim finden!

Das komplette Programm, Infos zu den Teilnehmern und eine Wegbeschreibung findet ihr unter www.eggxpo.de.

Also los: hopp hopp zur EGGXPO!

PS: Übrigens kann man in der Umgebung auch ganz wunderbar einen Osterspaziergang dranhängen – es gibt also eigentlich keinen guten Grund, nicht vorbeizukommen.

Michaela Best und Sven Piayda bei EGGXPO 2011

Juhu, Sven und ich sind bei der EGGXPO dabei!

Jedes Jahr am Osterwochenende veranstaltet der Mülheimer Künstler Kuno Lange in seinem Atelier die EGGXPO, eine Ausstellung mit Werken von ihm und befreundeten Künstlern. Dieses Jahr findet sie zum 5. Mal statt und wir  gehören eben auch zu den insgesamt 16 Künstlern.

Ihr könnt uns also Ostersamstag und -sonntag von 14 bis 19 Uhr in Mülheim in der Tinkrathstraße 60 antreffen, Kunst gucken, quatschen, was trinken und nicht zuletzt auch Kunst kaufen!

Es wird ein Rahmenprogramm geben, z.B. einen Raku-Brand, Musik und laufende Bilder sowie Klangmalereien.
Schließlich gibt es auch noch eine Verlosung, bei der ihr für kleines Geld richtig gute Kunst gewinnen könnt. Eine meiner Nadelmalereien wird auch dabei sein.

Schon verher gibt es im Netz eine Online-Auktion, bei der man Kunstwerke der teilnehmenden Künstler ersteigern kann. Alle Infos dazu findet ihr ab dem 25.03.2011 hier.

Also: Wir freuen uns, euch am 23. und 24.04.2011 zwischen 14 und 19 Uhr auf der EGGXPO zu sehen!